Apotheken-Warnstreiks in drei Bundesländern

Stuttgart – Im Streit über die Honorarerhöhungen wollen die Apotheker mehr Druck auf die Bundesregierung machen. Morgen sind die Apotheken in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland zu flächendeckenden Warnstreiks aufgerufen. Der Saarländische Apothekerverein rechnet damit, dass sich mindestens 90 Prozent der 326 Apotheken im Land an der Aktion beteiligen.
In allen drei Bundesländern sollen Kunden während der Aktion nur durch die Notdienstklappe bedient werden. Dadurch kann es zu Wartezeiten kommen. Sollte die Aktion nicht zu einem Einlenken der Politik in der Honorarfrage führen, ist als nächste Stufe ein Streik geplant, bei dem dann wirklich alle Apotheken für einen Tag schließen sollen, mit Ausnahme der Notfallapotheken. Als Termin dafür sei der 10. Oktober vorgesehen, parallel zum Deutschen Apothekertag in München, sagte der Geschäftsführer des Saarländischen Apothekervereins, Carsten Wohlfeil.
Die bundesweit etwa 21.300 selbstständigen Apotheker mit ihren rund 148.000 Mitarbeitern fordern eine Honorarerhöhung von knapp einem Euro pro verordnetem Arzneimittel auf 9,14 Euro, der Bund sieht bislang eine Erhöhung um 25 Cent ab 1. Januar 2013 vor.
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