Ärzteschaft

Arzneimittel­kommission nimmt zu Sartanen und Krebsrisiko Stellung

  • Dienstag, 3. August 2010
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Berlin – Keine Notwendigkeit, im Augenblick die Empfehlungen für die Verordnung von Sartanen zu ändern, sieht die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Die Arzneimittelkommission reagierte in einer aktuellen Stellungnahme auf eine US-amerikanische Metanalyse zum Auftreten von Tumoren im Zusammenhang mit der Gabe von Sartanen.

Diese Studie ist im Juni in der Zeitschrift Lancet Oncology erschienen (2010; 11: 627-636) und ergab ein geringes, aber statistisch signifikant erhöhtes Risiko von Krebserkrankungen bei Gabe eines Sartans. Aus Sicht der AkdÄ hat die US-Metaanalyse aber einige deutliche methodische Schwächen.

Darüber hinaus sei die biologische Plausibilität einer tumorfördernden Wirkung von Sartanen nicht gegeben. „Die Ergebnisse der Studie sollten zum Anlass genommen werden, weitere Untersuchungen zum Krebsrisiko bei Anwendung von Sartanen durchzuführen“, so die AkdÄ.

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