Auswirkungen des Klimawandels auch bei Allgemeinmedizinern angekommen

Köln – Hitzeshock, tropische Krankheiten, neue Allergien – der Klimawandel verändert auch den Praxisalltag von Hausärzten. Vor diesem Hintergrund hat der Hausärzteverband Nordrhein auf die Bedeutung entsprechender Aufklärungs- und Präventionsangebote hingewiesen.
„Klimawandel und Gesundheit sind untrennbar miteinander verbunden“, unterstrich der Verbandsvorsitzende Oliver Funken anlässlich der aktuellen Hitzewelle. Dass Klimaveränderungen Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben, zeigen aus seiner Sicht etwa die zunehmende Zahl von Beeinträchtigungen durch neue und verstärkt auftretende Allergien sowie in Deutschland bisher kaum vorkommende Infektionskrankheiten.
„Krankheiten werden nicht mehr nur aus dem Urlaub mit nach Haus gebracht“, sagte Funken. Die Migration von Krankheitsvektoren sowie die Ausbreitung bisher untypischer Erkrankungen würden durch Klimaveränderungen inklusive der damit einhergehenden Mücken- und Zeckenplagen weiter befeuert.
Die vermehrt auftretenden Hitzewellen stellen laut Hausärzteverband eine weitere gesundheitliche Belastung für die Bevölkerung dar. Vor allem multimorbide Ältere sowie Kleinkinder hätten darunter zu leiden. „Durch die Zunahme der Hitzetage wird es zu einer Zunahme von Hitzetoten kommen“, warnte der Verband, der sich deshalb verstärkt auch in der entsprechenden Schulung von Ärzten und Praxisteams engagiert.
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