Baden-Württemberg: Immer mehr Praxen vernetzt
Stuttgart – An dem im April gestarteten Vernetzungsprojekt in Heilbronn nehmen schon mehr als 100 Ärzte und 3.300 Versicherte teil. Darauf hat der Ärzteverbund MEDI Baden-Württemberg hingewiesen. Demnach ist in 90 von 107 teilnehmenden Praxen die Vernetzungssoftware bereits installiert. Diese ermöglicht eine sichere Datenübertragung aus einem Arzt-Computer auf den eines anderen Kollegen – unabhängig davon, mit welchen Praxis-IT-Systemen die Ärzte arbeiten.
„Vernetzte Praxen bieten Patienten und Ärzten große Vorteile, weil die Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten besser und schneller funktioniert“, erklärte Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. So haben etwa alle Praxen, die an der Vernetzung teilnehmen, Zugriff auf den Medikationsplan eines Patienten.
Sobald ein Patient seine Einverständniserklärung unterzeichnet hat, können Verordnungsdaten schnell und sicher ausgetauscht werden. Der Vorteil: Der Medikationsplan ist immer auf dem neuesten Stand und zeigt Behandlern auch Unverträglichkeiten an. Die Patienten erhalten den Plan zum Mitnehmen ausgedruckt. „Damit erfüllen wir in Bezug auf das kommende E-Health-Gesetz jetzt schon wichtige Anforderungen“, betonte Baumgärtner.
MEDI Baden-Württemberg hat das Vernetzungsprojekt zusammen mit der AOK Baden-Württemberg und der Audi BKK gestartet.
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