Baden-Württemberg plädiert für Nationalen Diabetesplan
Stuttgart – Das Land Baden-Württemberg fordert eine Strategie für eine bessere Diabetesprävention. „Die Bundesregierung muss endlich ein deutschlandweites Konzept erarbeiten, das insbesondere auf Präventionsstrategien, Früherkennungsmaßnahmen und die Stärkung der Selbsthilfe setzt“, erklärte Landesgesundheitsministerin Katrin Altpeter (SPD) heute in Stuttgart. Sie wies darauf hin, dass bereits 17 Länder der Europäischen Union einen Diabetesplan eingeführt hätten, wie ihn die Weltgesundheitsorganisation, die Europäische Union und die Vereinten Nationen forderten.
Altpeter kündigte an, Baden-Württemberg werde am 13. Juni gemeinsam mit Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen einen entsprechenden Antrag in den Bundesrat einbringen.
In Deutschland sind rund acht Millionen Menschen zuckerkrank, jeden Tag erkranken bundesweit mehr als 700 Personen neu an Typ 2-Diabetes. Ein ungesunder Lebensstil und falsches Ernährungsverhalten spielen bei der Erkrankung eine erhebliche Rolle, Übergewicht gilt als eine der Hauptursachen. „Ein nachhaltiger Ansatz muss deshalb vor allem auch die Gesundheitsförderung und Prävention im Fokus haben“, so die Ministerin.
Altpeter zufolge ist auch eine bessere Datenerfassung über Häufigkeit, Behandlung und Therapieergebnisse der Erkrankung erforderlich, weil es dazu bislang zu wenige verlässliche Daten für Deutschland gebe.
Der Aufruf zu einer Nationalen Diabetes-Strategie ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr startete die Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes Hilfe eine Kampagne, um das Thema vor der Bundestagswahl auf die politische Agenda zu setzen.
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