Ärzteschaft

Baden-Württemberg: Qualitätssicherung bei der Dialyse verbessert

  • Montag, 24. Februar 2014
Uploaded: 24.02.2014 18:19:33 by mis
dpa

Stuttgart – Neue Möglichkeiten, die Behandlungsdaten von Dialysepatienten auszu­werten, verbessern die Qualitätssicherung in Baden-Württemberg. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Bundeslandes hingewiesen. In Baden-Württem­berg gibt es rund 10.000 Dialyse-Patienten, deren Blut mehrmals pro Woche in einer Dialyse-Station gereinigt werden muss.

„Niereninsuffizienz ist für die Patienten eine große Belastung, die durch eine hohe Behandlungsqualität verringert werden kann. Deshalb sind alle Dialysezentren zu weitreichenden Qualitätssicherungsmaßnahmen verpflichtet“, sagte der Vorstands­vorsitzende der KV, Norbert Metke. Dafür übersenden die Dialysezentren Behandlungs­daten an eine zentrale Datenstelle. Durch den Vergleich der einrichtungsbezogenen Daten können die Zentren die Qualität ihrer Dialyseleistungen kontinuierlich verbessern.

Seit Jahresbeginn ist es möglich, die Behandlungsdaten von verschiedenen Patienten im Zeitverlauf zusammenzuführen und auszuwerten. „Die Verfolgung von ,Patienten­karrieren’ ist in wissenschaftlicher Hinsicht und für die Qualitätssicherung von ganz besonderer Bedeutung“, so Metke. Die Möglichkeit zu Längsschnittbetrachtungen bleibe auch bestehen, wenn ein Patient das Dialysezentrum wechsle oder die Dialyse an einem Urlaubsort in Deutschland in Anspruch nehme.

„Dabei unterliegt der Datenfluss zu den Sammelstellen strengsten Auflagen. Spezielle Verschlüsselungs- und Anonymisierungsverfahren sorgen dafür, dass aus den Behand­lungsdaten keine Rückschlüsse mehr auf die betreffenden Personen gezogen werden können“, betonte Metke. 

Die Dialysezentren erhalten quartalsbezogen eine Auswertung der eigenen Daten. Sie gibt Aufschluss darüber, bei wie vielen Patienten qualitätsbezogene Auffälligkeiten aufgetreten sind und wie andere Dialysezentren im Vergleich abschneiden. „Unter idealen Umständen haben Dialysepatienten nur eine etwas geringere Lebenserwartung als Menschen mit gesunden Nieren. Diesem Ziel können wir mit den Längsschnitt­betrachtungen noch näher kommen“, so der KV-Vorsitzende.

hil

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