Baden-Württemberg setzt bei Gesundheitsversorgung auf regionale Lösungen

Stuttgart – Baden-Württemberg setzt für die Gesundheitsversorgung in den Regionen auf individuelle lokale Lösungen. Das Land stellt daher nun Fördergelder und Handlungsempfehlungen für Stadt- und Landkreise bereit, damit diese vor Ort passgenaue Konzepte für die gesundheitliche Versorgung entwickeln können.
„Die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung lässt sich nicht von oben verordnen. Für gesunde Regionen brauchen wir engagierte Bürger, die unseren gemeinsamen Weg vor Ort mitgestalten“, sagte der Gesundheitsminister des Landes, Manne Lucha (Grüne).
Ziel sei eine gesicherte Grundversorgung und eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren des Gesundheitssystems untereinander und mit den Patienten. Das Land stellt den Kommunen zwei Förderaufrufe zur Auswahl, die jeweils unterschiedliche Ansätze verfolgen.
Bei dem „Förderaufruf zur Primärversorgung“ geht es um die Planung und den Aufbau von Primärversorgungszentren. „Die Primärversorgung ist für Patienten meist die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen und wird in der Regel vom Hausarzt abgedeckt“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium in Stuttgart.
In den Zentren sollen unterschiedliche Gesundheitsberufe unter einem Dach zusammenarbeiten. Die Zentren sollen leicht zugänglich und gut in die örtlichen Strukturen eingebunden sein. Auch Netze kommen dafür infrage. Gemeinden, Städte, Land- und Stadtkreise können sich für eine dreijährige Förderung von maximal 150.000 Euro bewerben und solche Zentren beziehungsweise Netzwerke planen oder umsetzen.
Mit dem zweiten „Förderaufruf Strukturgespräche zur zukünftigen Gesundheitsversorgung“ soll die gesamte Gesundheitsversorgung der Regionen mithilfe der Bürger vor Ort weiterentwickelt werden. Eine Methode dabei sind Bürgerdialoge. Ziel ist eine Versorgung, die sich am Bedarf orientiert und wirtschaftlich ist. Für diesen Förderaufruf stehen bis zu 75.000 Euro pro bewilligtem Antrag zur Verfügung.
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