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Baden-Württemberg: Mehrere Fälle von Q-Fieber

  • Mittwoch, 23. September 2026
/Dr_Microbe, stock.adobe.com
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Rangendingen – Im baden-württembergischen Zollernalbkreis sind mehrere Fälle von Q-Fieber bekanntgeworden. Bisher seien vier Fälle der seltenen Krankheit sicher bestätigt, teilte das Landratsamt mit.

Demnach hätten Ende vergangener Woche mehrere Patienten starke Beschwerden an der Lunge gehabt. Am Freitag informierte eine Arztpraxis in Rangendingen das Gesundheitsamt, noch am selben Tag wurde der erste Fall bestätigt. Bis heute kamen drei weitere Fälle dazu. Das Veterinäramt prüfe jetzt, ob Tiere in der Gegend infiziert seien, hieß es.

Q-Fieber tritt weltweit auf, mit Ausnahme von Neuseeland und der Antarktis, und wird von Bakterien verursacht (Coxiella burnetii). Das Q-Fieber ist selten, in Deutschland wurden in den letzten 20 Jahren nach Angaben des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM) zwischen 50 und 400 Fälle jährlich gemeldet.

Nach Angaben des Landratsamtes können Tiere, vor allem Schafe, aber auch Ziegen und Rinder, die Krankheit ebenso haben wie Menschen. Menschen können sich beim Kontakt mit Tieren anstecken oder indem sie Luft und Staub einatmen, die Bakterien enthalten. Die Bakterien können lange in der Umwelt bleiben und mit dem Wind verweht werden. Von Mensch zu Mensch wird Q-Fieber nicht übertragen, Kranke müssen nicht in Isolation.

Viele Infizierte zeigen keine Symptome, andere bekommen hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskel- oder Kopfschmerzen oder eine Lungen- oder Leberentzündung. Herzkranke müssen besonders achtgeben und bei infizierten Schwangeren kann es zu Komplikationen in der Schwangerschaft kommen. Schwangeren in Rangendingen empfiehlt das Landratsamt daher eine vorsorgliche Blutkontrolle.

Auch nach einer akuten Q-Fieber-Infektion können Beschwerden auftreten, die bis zu zwei Jahren andauern können – das sogenannten Post-Q-Fieber-Fatigue Syndrom mit Erschöpfung, Konzentrationsschwäche oder Muskelschmerzen, wie das Landratsamt mitteilte.

Im Zollernalbkreis gab es zuletzt im Jahr 2019 einen größeren Q-Fieber-Ausbruch. Das Landratsamt vermutet, dass die jüngste Trockenheit das jetzige Ausbruchgeschehen begünstigt hat.

dpa

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