Bayerischer Hausärzteverband empfiehlt MRSA-Zertifizierung
München – Auf die Möglichkeiten für Hausärzte, Besiedelungen und Infektionen mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) zu diagnostizieren und zu therapieren hat der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) in einem Newsletter hingewiesen. Die Keime seien nicht nur ein Problem der Krankenhäuser und Pflegeheime, sondern beträfen zunehmend auch den ambulanten Bereich. „Denn nicht selten nehmen Patienten die resistenten Keime beispielsweise nach der Entlassung aus dem Krankenhaus mit nach Hause – und zum betreuenden Hausarzt in die Praxis“, hieß es aus dem Verband.
Seit April 2014 ermögliche der neue EBM-Abschnitt 30.12 mit den Ziffern 30940 bis 30956 Ärzten mit entsprechender Abrechnungsgenehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), Leistungen im Zusammenhang mit MRSA abzurechnen. Voraussetzung für diese Abrechnungsgenehmigung ist die Zusatzausbildung „Infektiologie“ oder eine „MRSA-Zertifizierung“. Die KV Bayerns bietet letztere ihren Mitgliedern kostenfrei an.
Laut dem Fachreferenten Hygiene bei der KV Bayerns, Lutz Bader, haben bisher etwa 1.200 Niedergelassene in Bayern die Genehmigung zur Abrechnung von Leistungen des EBM-Abschnitts 30.12. Drei Viertel von ihnen seien Hausärzte.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: