Bayern: Neues Gremium soll Zusammenarbeit im Gesundheitswesen fördern
München – In Bayern werden die wesentlichen Akteure des Gesundheitswesens künftig enger zusammenarbeiten. Eine seit Anfang August geltende Verordnung sieht vor, dass sie ab Spätherbst innerhalb eines „Gemeinsamen Landesgremiums" darüber beraten, wie Herausforderungen etwa durch die älter werdende Gesellschaft am besten bewältigt werden können.
„Mein Ziel ist es, allen Menschen in Bayern eine möglichst wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu gewährleisten“, sagte Bayerns Gesundheitsministerien Melanie Huml (CSU). Zwar nehme der Freistaat bei diesem Thema bereits einen Spitzenplatz in Deutschland ein. „Aber wir brauchen insbesondere Antworten auf die Fragen, die eine älter werdende Gesellschaft und der Strukturwandel im Gesundheitswesen aufwerfen", so Huml.
Ihrer Meinung nach lassen sich diese gerade an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung finden. Denn hier bestehe erhebliches Potenzial, um das Gesundheitssystem zum Wohl der Patienten fortzuentwickeln. „Dies gelingt, wenn alle Verantwortungsträger im Gesundheitswesen regelmäßig zusammenkommen und miteinander über sektorenübergreifende Versorgungsfragen sprechen", verwies die Ministerin.
In Bayern fehlte bislang auf Landesebene ein Forum, das einen effektiven und engen Austausch über dieses Thema ermöglicht. Diese Lücke soll das Gemeinsame Landesgremium schließen und künftig Empfehlungen zur Optimierung der medizinischen Versorgung abgeben. Die Geschäftsstelle wird beim Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium eingerichtet.
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