Brandenburg: Aufstockung der Arzneimittelaufsicht auf gutem Weg

Potsdam – Die geplante Aufstockung der Arzneimittelaufsicht in Brandenburg ist nach den Worten von Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) auf einem guten Weg. Die am 6. September vom Haushaltsausschuss bewilligten sechs neuen Stellen für das Landesamt seien ausgeschrieben worden, derzeit würden die Auswahlgespräche eingeleitet, schrieb die Ministerin in einem Brief an den Gesundheitsausschuss. Auch die fünf neuen Stellen für die Aufsicht im Ministerium seien ausgeschrieben worden. „Es ist unser Ziel, alle Stellen bis zum Ende des Jahres zu besetzen“, hieß es.
Hintergrund der Aufstockung ist der Lunapharm-Skandal um gestohlene Arzneimittel. Die Behörden des Landes sollen unzureichend auf Hinweise zu einem illegalen Handel mit Krebsmedikamenten reagiert haben. Allein in Brandenburg sollen elf Patienten betroffene Arzneimittel erhalten haben. Laboruntersuchungen von sogenannten Rückstellproben ergaben bislang aber keine Hinweise auf unwirksame Medikamente, heißt es in dem Brief weiter.
Karawanskij hatte angekündigt, bei der Aufarbeitung des Skandals den Parlamentsausschuss jeweils zeitnah zu informieren. Der Brief an den Ausschuss sollte den bisher erreichten Sachstand zusammenfassen.
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