Charité-Ärzte empfehlen Operation von Timoschenko
Berlin – Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko muss aus Sicht deutscher Ärzte operiert werden. Das teilte eine Sprecherin der Berliner Charité am Montag mit. Einen solchen Eingriff in der Ukraine lehne Timoschenko aber weiterhin ab.
„Bei Frau Timoschenko kam es während körperlicher Betätigung akut zu erneut auftretenden heftigen Schmerzen, die im Zusammenhang mit dem bekannten Bandscheibenleiden zu sehen sind”, berichtete die Sprecherin. Außerdem stagnierten die Behandlungsfortschritte in den vergangenen Wochen. Die Charité-Ärzte hatten Timoschenko am 21. Juni besucht.
Jewgenija Timoschenko, die Tochter der wegen Amtsmissbrauchs verurteilten Politikerin, hatte am Montag bei einer Pressekonferenz in Charkow gewarnt, dass die Folgen der Krankheit ihrer Mutter ohne Operation nicht absehbar seien. Der „schon jetzt kritische Zustand könnte in der Invalidität” enden.
Die Ex-Regierungschefin wird seit Mai 2012 in einer Klinik im ostukrainischen Charkow behandelt. Sie leidet unter anderem an den Folgen eines Bandscheibenvorfalls.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: