Vermischtes

Corona-Infektionen: Münchner Klinik gibt Alltagsbetrieb auf

  • Donnerstag, 2. April 2020
/dpa
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München – Wegen einer Vielzahl von Corona-Infektionen unter Patienten und Mitarbei­tern gibt eine Münchner Klinik den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend auf. „Es geht darum, dass wir keine neuen Patienten aufnehmen, und die Patienten, die entlassen werden könnten, aktuell nicht entlassen“, erläuterte der Sprecher des Helios Klinikum München West, Marten Deseyve, gestern Abend.

„Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch weiter da.“ So sollten Infektionsketten unter­brochen werden. Bislang wurden 14 Patienten und 2 Mitarbeiter positiv getestet, wie De­sey­ve sagte.

Die Klinik hatte ein gehäuftes Auftreten von COVID-19-Fällen verzeichnet, besonders auf einer gemischt internistischen und einer chirurgischen Station. Als Gegenmaßnahme gibt es nun bis auf weiteres weder stationäre Aufnahmen, Verlegungen noch Entlassungen. Auch die Notaufnahme ist davon betroffen.

In Abstimmung mit dem städtischen Referat für Gesundheit und Umwelt werden darüber hinaus die Sicherheitsvorkehrungen, die bislang nur für Verdachtsfälle und positiv Getes­tete bestanden, auf die Behandlung aller Patienten ausgeweitet.

Mitarbeiter sollen in der Öffentlichkeit zudem einen Mund-Nasen-Schutz tragen und mit Ausnahme ihrer Arbeitszeit zu Hause in Quarantäne bleiben. Alle Patienten und Mitarbei­ter werden nun auf das Virus SARS-CoV-2 getestet. Wie lange dieser „eingefrorene Zu­stand“ erhalten bleibt, sei noch unklar, sagte Deseyve.

dpa

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