Das Lächeln der Frührentner
Die französischen Gewerkschaften haben Recht. Wer früh in Rente geht, lebt gesünder - oder wenigstens fühlt er sich gesünder. Den Angestellten des französischen Gas- und Elektrokonzerns GAZEL gelang der Schritt in ein gesundes Alter zu zwei Dritteln bereits im Alter von 53 bis 57 Jahren.
Danach gaben die meisten an, sich mental und körperlich weniger angespannt zu fühlen. Depressionen besserten sich. Die Aussicht auf einen Lebensabschnitt dürfte Mitte 50 in der Tat leichter vorstellbar sein als zehn Jahre später.
Doch letztlich war es „nur“ das Gefühl, denn auf die Inzidenz chronischer Erkrankungen hatte die Verrentung keinen Einfluss. Haben Sarkozy und die Regierungschefs anderer Länder also doch Recht, dass den Arbeitern und Angestellten eine längere Lebensarbeitszeit durchaus zuzumuten sei?
Vielleicht liegt es ja an den Bedingungen am Arbeitsplatz. Wenn mehr Menschen sich die Arbeit teilen und ältere Arbeitgeber durch ihre Erfahrung mehr Gelassenheit verbreiten, könnte sich das nur positiv auf das Betriebsklima auswirken, oder?
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