Vermischtes

Datenbank zeigt Leid in mehr als 450 DDR-Heimen in Sachsen

  • Freitag, 30. Januar 2026
Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau
Blick in den Trakt der Dunkelzellen in der Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau. /picture-alliance, Hendrik Schmidt

Torgau – Mit einer einzigartigen Dokumentation hat Sachsens Sozialministerium das erlittene Unrecht tausender Kinder, Jugendlicher und behinderter Menschen in Heimen der DDR aufgearbeitet. Eine entsprechende Datenbank wurde nun dem Trägerverein der Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau übergeben, wie das Ministerium mitteilte.

In den vergangenen 17 Monaten sei die Datendokumentation zu Kinder- und Jugendheimen sowie zu Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie in Sachsen für den Zeitraum 1949-1990 erstellt worden. Darin sind mehr als 450 Heime und Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie erfasst, wie es weiter hieß.

„Unterbringungsformen, Missstände, Machtmechanismen und deren Folgen über Generationen hinweg werden sichtbar gemacht“, betonte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Zusammenhänge würden als ein mahnendes Zeichen für die Notwendigkeit einer von Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit getragenen Gegenwart und Zukunft verdeutlicht.

Der Trägerverein wird bis Jahresende eine „digitale Landkarte der Erinnerungsorte“ erstellen und veröffentlichen. Damit werde ein dauerhafter Baustein der Erinnerungskultur geschaffen, der einen neuartigen Zugang zu einem bislang weitgehend verdrängten Kapitel der DDR-Geschichte biete, teilte das Ministerium mit.

dpa

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