Defibrillatoren nach Herzinfarkt: Neue Daten stellen routinemäßigen Einsatz infrage

Berlin – Die prophylaktische Implantation eines Defibrillators bringt Menschen mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (LVEF) nach einem Myokardinfarkt wohl mittlerweile keinen Überlebensvorteil mehr. Zwischen 1995 und 2014 nahm der Vorteil hinsichtlich der Sterblichkeit kontinuierlich ab, schreibt das Forschungsteam um Alireza Sepehri Shamloo vom Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) im European Heart Journal (2026; DOI: 10.1093/eurheartj/ehag706).
Der plötzliche Herztod zählt nach wie vor zu den führenden Todesursachen bei Menschen mit LVEF nach einem Myokardinfarkt. Implantierbare Kardioverter‑Defibrillatoren (ICDs) senken das Risiko arrhythmiebedingter Todesfälle deutlich.
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