Deutscher Akademische Austauschdienst stellt Arbeit in Russland ein

Berlin/Moskau – Das russische Justizministerium hat den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) Mitte Februar zur „unerwünschten Organisation“ erklärt. Der DAAD sieht sich gezwungen, seine Arbeit in Russland einzustellen.
Das DAAD-Büro sowie das vom DAAD verantwortete „Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus“ (DWIH) in Moskau werden schließen, wurde nun mitgeteilt.
„Wir bedauern diese Entscheidung der russischen Regierung. In den vergangenen Jahren gab es vor Ort weiterhin Interesse an DAAD-Stipendien für Studien- oder Forschungsaufenthalte in Deutschland“, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee.
Er betonte, man habe am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine im Konsens mit den anderen Wissenschaftsorganisationen festgelegt, dass es keine politischen und institutionellen Kontakte mehr mit Russland gebe und auch keine Stipendien mehr für ein Studium in Russland.
Der DAAD hatte zuletzt jährlich rund 170 Stipendien an russische Studierende, Promovierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Aufenthalte in Deutschland vergeben.
Aktuell sind rund 200 russische Staatsbürger mit einem DAAD-Stipendium für ein Studium oder einen Forschungsaufenthalt in Deutschland. Diese Stipendien laufen laut dem DAAD weiter.
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