Politik

Diabetes: Kein Zusatznutzen für Tirzepatid bei Behandlung von Kindern und Jugendlichen

  • Donnerstag, 20. August 2026
/Olaf Kunz, stock.adobe.com
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Berlin – Ein Zusatznutzen des Wirkstoffs Tirzepatid gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 2 ist nach einem heutigen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) nicht belegt.

Das Plenum des G-BA folgte im Rahmen der frühen Nutzenbewertung einstimmig einer entsprechenden Bewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Im Dossier des IQWiG heißt es dazu, es lägen keine Daten für die Bewertung des Zusatznutzens von Tirzepatid im Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren mit Diabetes mellitus Typ 2, die mit ihrer bisherigen medikamentösen Therapie zusätzlich zu Diät und Bewegung keine ausreichende Blutzuckerkontrolle erreicht haben, vor.

Es ergebe sich somit kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen von Tirzepatid gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Der Wirkstoff Tirzepatid ist unter dem Handelsnamen Mounjaro seit September 2022 für Erwachsene mit Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen, bei denen andere Diabetesmedikamente, Ernährungsumstellung und Bewegung den erhöhten Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken. Seit Januar 2026 ist er auch für Kinder und Jugendliche zugelassen.

Im Rahmen der Zulassung kann der Wirkstoff als Ergänzung zu Diät und Bewegung sowohl als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht angezeigt ist, als auch zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes mellitus verabreicht werden.

aha

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