Diagnosekriterium auf dem Prüfstand: Knochenmarködem im MRT häufig auch ohne axiale Spondyloarthritis

München – Ist in der Magnetresonanztomografie (MRT) ein Knochenmarködem in den Iliosakralgelenken erkennbar, so gilt ein zentrales Diagnosekriterium für die frühe axiale Spondyloarthritis als erfüllt. Einer großen deutschen Querschnittsstudie zufolge trifft dieser Befund jedoch auf rund 30 % der Allgemeinbevölkerung zu und steht eher im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Adipositas oder körperlich belastender Arbeit als mit entzündlichen Erkrankungen (Lancet Rheumatol 2026; DOI: 10.1016/S2665-9913(26)00071-8).
Um Überdiagnosen und -therapien zu vermeiden, brauche es eine verfeinerte Bewertung der Bildgebung und eine stärkere Einbeziehung des klinischen Kontextes, so die Forschenden.
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