Eier und Erdnüsse in Schwangerschaft und Stillzeit verhindern Nahrungsmittelallergie nicht

Perth – Eine möglichst frühe Exposition mit Eiern und Erdnüssen soll Kinder vor einer Nahrungsmittelallergie schützen. Australische Forschende haben deshalb Mütter gebeten, in Schwangerschaft und Stillzeit täglich Eier und Erdnüsse zu verzehren. Geholfen hat das allerdings nicht, wie ihre Ergebnisse im New England Journal of Medicine (NEJM 2026; DOI: 10.1056/NEJMoa2605659) zeigen.
Immunologen führen Nahrungsmittelallergien auf die fehlende Entwicklung einer Immuntoleranz zurück, zu der es normalerweise in den ersten Lebensmonaten kommt. Die Empfehlung lautet deshalb häufig, die Säuglinge möglichst früh mit den potentiellen Allergenen zu konfrontieren. Das überzeugendste Argument lieferte vor einem Jahrzehnt die LEAP-Studie („Learning Early About Peanut“). Dort verzehrten die Kinder nach dem Abstillen bis zum Alter von 5 Jahren mindestens 6 Gramm Erdnussprotein pro Woche. Die Inzidenz von Erdnussallergien ging um 86 Prozent zurück (NEJM 2015; DOI: 10.1056/NEJMoa1414850).
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