Eigenblutspenden auf unter 500 pro Jahr zurückgegangen

Berlin – Die Zahl der Eigenblutspenden ist in den vergangenen zehn Jahren von jährlich 5.921 auf 491 zurückgegangen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Fremdblutspenden von 6,8 Millionen auf 7,5 Millionen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hervor.
„Aus den Daten lässt sich ableiten, dass die klassische präoperative Eigenblutspende in Deutschland nur noch eine geringe praktische Bedeutung hat“, heißt es in der Antwort.
Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort auch daraufhin, dass die Erarbeitung und Festlegung von optimalen Behandlungsstrategien als solche Aufgabe der medizinischen Fachgesellschaften und der Bundesärztekammer ist.
„Die Entscheidung über die Anwendung von Bluttransfusionen sowie der adäquaten Menge und Häufigkeit erfolgt stets patientenindividuell und liegt in ärztlicher Verantwortung“, so die Regierung.
Hintergrund der Kleinen Anfrage ist den Fragestellern zufolge, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 2021 eine flächendeckende Implementierung von Patient Blood Management (PBM) als dringende Notwendigkeit für die Patientensicherheit weltweit und als moderne Standardversorgung definiert habe. Aus Sicht der AfD ist der regulatorische Rahmen des Transfusionsgesetzes (TFG) in Deutschland veraltet.
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