Medizin

Enyzm hat Schlüsselfunktion bei der Arteriosklerose

  • Montag, 5. Oktober 2009

London – Das Enzym Matrix-Metalloproteinase 8 (MMP8) fördert das Verstopfen von Arterien. Dies geht aus einer Studie von Wissenschaftler der Queen Mary Universität in London hervor.

Die Londoner Forscher hatten im Tierversuch und bei Untersuchungen an KHK-Patienten herausgefunden, dass das Enzym zur Entwicklung von Arteriosklerose beiträgt. Sie publizierten ihre Daten in der Zeitschrift Circulation Research (doi: 10.1161/CIRCRESAHA.109.200279).
 

Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie Mäuse, denen durch genetische Manipulation das MMP8-Enzym fehlte. Die Tiere erhielten eine fett- und cholesterinreiche Diät. Zum Vergleich dienten normale Mäuse mit derselben Diät.

Tiere ohne MMP8 hatten freiere Arterien und einen geringeren Blutdruck. In einem weiteren Schritt untersuchten die Forscher 2.000 Patienten, die sich einer Koronarangiografie unterzogen hatten.

Bei 25 Prozent der Untersuchten ließ sich eine gering veränderte Variante des MMP8-Enzyms feststellen. Diese Patienten hatten im Vergleich zu den übrigen Studienteilnehmern vermehrt verstopfte Herzkranzgefäße.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Enzym eine entscheidende Rolle im Aufbau von Fettdepots in Arterien spielt, was zu Herzerkrankungen führen kann“, erklärt Studienleiter Shu Ye, Professor für Molekularmedizin und Genetik: „Viele Bluthochdruck- und Herzpatienten erhalten derzeit ACE-Hemmer.

Allerdings sprechen einige Patienten nicht suffizient auf diese Medikation alleine an. Wir hoffen, dass wir eine Basis für neue Medikamente erarbeitet haben, die die Effekte von ACE-Inhibitoren verbessern können.“

hil

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