Erhaltungstherapie beim Multiplen Myelom: Länger ist nicht immer besser

Rochester – Gemäß aktuellem Therapiestandard erfolgt bei Erstdiagnose eines Multiplen Myeloms im Anschluss an die Induktionstherapie eine Erhaltungstherapie mit dem Immunmodulator und Angiogenesehemmer Lenalidomid. Unklar war bislang, ob die Erhaltungstherapie zeitlich begrenzt werden kann, ohne an Wirksamkeit einzubüßen.
Die ENDURANCE-Studie untersuchte Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom und zytogenetischem Standardrisiko, die eine Induktionstherapie ohne autologe Stammzelltransplantation erhalten hatten. Dabei zeigte sich, dass eine auf 2 Jahre limitierte im Vergleich zur unbefristeten Erhaltungstherapie nicht mit einer signifikant kürzeren Gesamtüberlebenszeit (OS) einherging. Die Studie erschien im New England Journal of Medicine (NEJM 2026; DOI: 10.1056/NEJMoa2600157).
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