Erkältungskrankheiten lassen Fehlzeiten im ersten Halbjahr steigen
Hamburg – Die deutschen Arbeitnehmer waren im ersten Halbjahr 2013 häufiger krank als im Jahr zuvor. Das berichtet die Krankenkasse DAK-Gesundheit. Das Iges-Institut in Berlin hat dafür die Daten von 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Kasse ausgewertet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Krankenstand bundesweit von 3,8 Prozent auf 4,1 Prozent.
Die Krankenkasse vermutet, der lange Winter habe eine entscheidende Rolle für die Zunahme der Ausfalltage gespielt. Das zeige sich daran, dass dieses Jahr besonders viele Menschen wegen Erkältungskrankheiten im Job ausgefallen seien. Während Husten, Bronchitis und Lungenentzündung im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres 16,8 Prozent aller Fehltage verursacht haben, lag ihr Anteil dieses Jahr laut den DAK-Daten bislang bei 22,3 Prozent.
Nach den Atemwegsinfektionen waren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und psychische Erkrankungen für die meisten Fehltage verantwortlich. Allein auf diese drei Diagnosegruppen entfallen mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage.
In den östlichen Bundesländern waren Berufstätige häufiger krankgeschrieben. Im Osten betrug der Krankenstand durchschnittlich 5,0 Prozent, im Westen 3,9 Prozent.
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