Ermittlungen gegen Neubrandenburger Ärzte beendet
Neubrandenburg – Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat alle Ermittlungen gegen vier ehemalige Ärzte eines Neubrandenburger Krankenhauses eingestellt. Im Fall eines Mediziners war kein Tatnachweis möglich, das Verfahren gegen einen zweiten Arzt wurde gegen eine Geldauflage eingestellt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft heute sagte.
Ebenso waren bereits zwei Verfahren gegen Medizinerkollegen in dem Zusammenhang Ende 2021 beendet worden. Bei den Geldauflagen habe es sich um jeweils eine vierstellige Summe gehandelt, die bereits beglichen worden sei.
Gegen die vier Mediziner war seit 2017 wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt worden. Dazu hatte es auch Durchsuchungen an der Klinik und Gutachten gegeben.
Die Strafanzeige kam damals von der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern. Die Beschuldigten sollten ohne entsprechende Qualifikation in unterschiedlicher Art und Weise an Herzklappenoperationen in Neubrandenburg beteiligt gewesen sein.
Später verließen sie das Krankenhaus. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Die Ermittlungen hätten sich wegen der umfangreichen medizinischen Gutachten, die in solchen Fällen meist üblich sind, so lange hingezogen.
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