Erneut weniger Schwangerschaftsabbrüche registriert
Wiesbaden – Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland geht weiter zurück: In jedem Quartal dieses Jahres wurden weniger Eingriffe gemeldet. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete, wurden im dritten Quartal rund 26.700 Schwangerschaftsabbrüche registriert und damit fast 1.200 weniger als im Vergleichszeitraum 2008 (minus 4,3 Prozent).
Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre, 14 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Fast acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter.
Bei den unter 18-Jährigen (Anteil knapp fünf Prozent) ging den Statistikern zufolge die Zahl der Abtreibungen um zwei Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal zurück. 40 Prozent der Schwangeren aller Altersgruppen hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt. 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche seien nach der Beratungsregelung vorgenommen worden.
Im zweiten Quartal 2009 waren rund 27.800 Abtreibungen gemeldet worden, fast 1.600 weniger als im Vergleichszeitraum 2008. Im ersten Quartal 2009 hatte es rund 29.400 Abtreibungen gegeben, 1.200 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der registrierten Abtreibungen war 2008 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf rund 114.500 gesunken.
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