Ausland

EU-Behörde zieht gefälschte Kondome aus China aus dem Verkehr

  • Dienstag, 7. Juli 2026
/Nikolay, stock.adobe.com
/Nikolay, stock.adobe.com

Brüssel – Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung hat eine Schmuggelroute für Kondome aufgedeckt. Minderwertige Kondome wurden in Europa unter Verwendung des Namens und des Logos einer bekannten Marke verkauft, wie die EU-Behörde in Brüssel mitteilte. Insgesamt gehe es um mehr als 200.000 gefälschte Produkte.

„Gefälschte Kondome sind gefährlich“, denn sie seien nicht geprüft und unsicher, so der Leiter der Behörde, Petr Klement. Risiken sind demnach ungewollte Schwangerschaften, sexuell übertragbare Krankheiten sowie der Kontakt mit gesundheitsgefährdenden Materialien.

Dem Amt für Betrugsbekämpfung zufolge führen die Spuren der Kondome alle zum gleichen Exporteur in China. Dieser hatte die Ware als Spielzeug angegeben; offenbar um Kontrollen der Behörden zu umgehen. Denn in Europa werden Kondome als Medizinprodukte eingestuft und müssen bei der Einfuhr bestimmte Schutz- und Sicherheitsstandards erfüllen. Beispielsweise müssen sie eine CE-Kennzeichnung tragen.

In Zusammenarbeit mit nationalen Behörden wurden Produkte beschlagnahmt und etwa auf mikrobielle Verunreinigungen, Dichtheit, Maßvorgaben und Haltbarkeit geprüft. Prüfungen ergaben, dass sie den EU-Qualitätsanforderungen nicht entsprachen.

kna

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung