Europäische Union legt Position für Klimakonferenz fest

Luxemburg – Die EU-Länder haben ihre Position für die Weltklimakonferenz festgelegt und fordern weltweit mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz. Wie aus den bei einem Treffen der Umweltminister der Europäischen Union (EU) in Luxemburg festgelegten Schlussfolgerungen hervorgeht, will die Staatengemeinschaft sich bei der Konferenz zudem für eine beschleunigte Energiewende und eine bessere finanzielle Unterstützung ärmerer Länder einsetzen.
In den Schlussfolgerungen rufen die EU-Staaten auch andere Länder zur Einreichung von Klimaplänen (national festgelegten Beiträgen, NDC) auf, die mit einem 1,5-Grad-Pfad im Einklang stünden. Bei der Pariser Klimakonferenz hatte sich die Weltgemeinschaft 2015 das Ziel gesetzt, die Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.
Allerdings hat die EU selbst Fristen verstreichen lassen und bislang kein formelles NDC eingereicht. Bislang konnten sich die EU-Umweltminister nur auf eine Absichtserklärung für einen Klimaplan bis 2035 verständigen. Darin heißt es, sie wollen ihre Emissionen in den nächsten zehn Jahren zwischen 66,25 Prozent und 72,5 Prozent im Vergleich zu 1990 senken.
Nach Gesprächen der EU-Staats- und Regierungschefs morgen zum Thema Klima wollen die Umweltminister Anfang November erneut zusammenkommen, um sich auf ein formelles NDC zu verständigen.
Bei der Weltklimakonferenz COP30 soll es vor allem um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und die Überprüfung der überarbeiteten nationalen Klimapläne gehen. Sie findet vom 10. bis zum 21. November in Belém im brasilianischen Amazonasgebiet statt. Die EU und ihre Mitgliedstaaten treten dort gemeinsam auf.
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