Ärzteschaft

Fachgesellschaft empfiehlt Früherkennung von Prädiabetes

  • Dienstag, 22. September 2026
/Goffkein, stock.adobe.com
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Berlin – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) empfiehlt, das persönliche Risiko für einen Diabetes Typ 2 früh zu kennen, erhöhte Blutzuckerwerte ärztlich abklären zu lassen und Präventionsmaßnahmen möglichst am individuellen Risiko auszurichten.

Bei einem Prädiabetes liegen die Blutzuckerwerte bereits über dem Normalbereich, erreichen aber noch nicht die Grenze für einen Diabetes Typ 2. Wie sich der Stoffwechsel weiterentwickelt, ist individuell verschieden und hängt auch davon ab, wann diese Veränderung festgestellt wird. Denn die ersten Stoffwechselveränderungen verlaufen unbemerkt und ohne Beschwerden.

„Je früher wir ein erhöhtes Risiko erkennen, desto besser können wir gemeinsam passende Maßnahmen auswählen. Die Erkenntnis, dass die Risken unterschiedlich sind und es verschiedene Prädiabetes-Typen gibt, muss für uns ein Anlas sein, den Betroffenen ein individuelles Präventionsangebot zu machen – eine so genannte Präzisionsprävention anzuwenden“, erläuterte Julia Szendrödi, Präsidentin der DDG und Ärztliche Direktorin der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie, Stoffwechselkrankheiten und Klinische Chemie des Universitätsklinikums Heidelberg.

Für eine erste Einschätzung stehen laut der Fachgesellschaft geprüfte Fragebögen zur Verfügung. Der DIfE – Deutsche Diabetes-Risiko-Test ermittelt bei Erwachsenen ohne bekannten Diabetes das Risiko, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu erkranken.

„Für eine erfolgreiche Prävention müssen wir zukünftig die Hochrisikopatienten besser identifizieren und eine intensivierte Lebensstilintervention auf diese konzentrieren“, betonte auch Andreas Fritsche, Past-Präsident der DDG, Stellvertretender Leiter des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtzzentrums München sowie Leiter der Diabetesstation und Diabetesambulanz am Universitätsklinikum Tübingen.

hil

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung