Fachgesellschaft empfiehlt Prävention von COVID-19 durch viruzides Gurgeln und Nasenspray

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) empfiehlt, viruzides Gurgeln und viruzides Nasenspray stärker in die Prävention einer SARS-CoV-2-Infektion einzubeziehen.
Danach sollte „das bisher zu wenig beachtete Präventionspotenzial der viruziden Antiseptik im Nasen-Rachen-Raum als einfach durchführbare Präventionsmaßnahme den ihm zukommenden Stellenwert in der Öffentlichkeitsarbeit bekommen und empfohlen werden“, heißt es in einer entsprechenden Empfehlung der DGKH vom April 2022. Dies könne die Infektionsprävention für beruflich exponiertes Personal und von Kontaktpersonen SARS-CoV-2-Infizierter beziehungsweise COVID-19-Erkrankter ergänzen, so die Autorengruppe.
Sie weisen daraufhin, dass Gurgeln lange Zeit zur Verringerung von Infektionen der oberen Atemwege und zur Behandlung bakterieller oder viraler Infektionen eingesetzt wurde. Dies sei jedoch in Europa „aus der Mode gekommen“.
Ein entscheidender Vorteil antiseptischer Maßnahmen bestehe aber darin, dass sich bei nachgewiesener Wirksamkeit einer Gurgellösung oder eines Nasensprays gegen SARS-CoV-2 die Wirkung gegen alle Varianten des Virus richte und zugleich auch andere respiratorische behüllte Viren wie Influenzaviren erfasse, so die Autoren.
„Da die anfängliche Viruslast auch Einfluss auf den Schweregrad der Erkrankung nach der Infektion hat, kann durch viruzide Antiseptik an den Eintrittspforten sogar eine sich manifestierende Infektion im Krankheitsverlauf gemildert werden“, schreiben sie in den Empfehlungen.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: