Gesundheit

Fäkalbakterien am Mobiltelefon

  • Montag, 17. Oktober 2011

Um die Bevölkerung zu mehr Hygiene zu erziehen, griffen Forscher der London School of Hygiene & Tropical Medicine anlässlich des Global Handwashing Day (15. Oktober 2011) zu drastischen Maßnahmen. In 12 Städten entnahmen sie 390 Abstriche vom beliebtesten Spielzeug vieler Erwachsener, dem Mobiltelefon.

Sie überführten dadurch die Besitzer einer häufigen Lüge. Denn obwohl 95 Prozent der Besitzer versicherten, sie würden sich regelmäßig und mit Seife die Hände waschen, waren doch 92 Prozent der Mobiltelefone kontaminiert. An jedem sechsten Telefon wiesen Val Curtis und Mitarbeiter sogar Escherichia coli nach, einem Bestandteil der Darmflora.

In puncto Hygiene gab es ein Süd-Nord-Gefälle. Die Mobiltelefone der Londoner waren nur zu 28 Prozent mit Fäkalbakterien kontaminiert, in Birmingham waren es 41 Prozent. Besonders sparsam bei der Handhygiene waren die Schotten. In Glasgow wurden neunmal mehr Bakterien auf den Mobiltelefonen gefunden wie in Brighton. Was fehlt ist ein App, das auf das Geräusch mit der Wasserspülung dem Besitzer einen kurzen Hinweis gibt, doch das Waschen der Hände nicht zu vergessen.

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