Politik

Firmen vernetzen sich bei Forschung zu Gesundheitstextilien

  • Freitag, 7. Juli 2017

Chemnitz – Zwölf Firmen aus Sachsen bündeln ihre Aktivitäten bei der Forschung zu Gesundheitstextilien im Netzwerk „Health.Textil 4.0“. Es werde vom Land Sachsen bis 2019 mit 166.000 Euro gefördert, teilte das Wirtschaftsministerium heute mit. Ein erstes Vorhaben zwischen der Textilindustrie und der Gesundheitswirtschaft zu diesem Thema wurde im März abgeschlossen. Daraufhin stellte der Verband der Nord-Ost­deut­schen Textil- und Bekleidungsindustrie einen weiteren Förderantrag. Die Projekt­partner von „Health.Textil“ wollten ihre Kooperation langfristig verstetigen, hieß es.

„Sächsische Gesundheitstextilien können beispielsweise helfen, das Problem der multiresistenten Keime in deutschen Krankenhäusern zu lösen“, erklärte Wirtschafts­minister Martin Dulig (SPD). „Health.Textil 4.0“ sei der erste Antragsteller, der eine Förderung nach der neuen Richtlinie für Cluster und Netzwerke der Wirtschaft in Sachsen erhalte. Danach können Unternehmensnetzwerke drei Viertel ihrer Personal- und Sachkosten über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren als Zuschuss erhalten.

Die Anwendungsbreite von Gesundheitstextilien reicht von „intelligenter“ Kleidung über antibakterielle Bettwäsche bis hin zu Funktionstextilien mit Sensoren. Auch Outdoor-Kleidung mit UV-Schutz gehört dazu. Biofasern können zugleich die Regene­ration von Knochen und Knorpel unterstützen. Die Crimmitschauer Weberei Spengler & Fürst produziert beispielsweise ein Gewebe, das multiresistente Bakterien vernichten soll.

Sachsen war im 19. Jahrhundert ein führendes Zentrum der deutschen Textilindustrie. Laut Wirtschaftsministerium arbeiten hier heute noch etwa 12.000 Menschen in dieser Branche. Viele Firmen haben sich stark spezialisiert.

dpa

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung