Fitness-Sucht: Es gibt sie, aber selten

Budapest – Exzessives Training bis zum Kontrollverlust kommt als sogenannte Verhaltenssucht vor und ist klinisch relevant – sie ist aber selten und zudem unzureichend definiert. Das berichtet eine ungarische Arbeitsgruppe zusammen mit internationalen Partnern in einer Literaturstudie im Journal of Behavioral Addictions (2026; DOI: 10.1556/2006.2025.00336).
Bei exzessivem Training kann körperliche Aktivität laut der Übersicht in ein dysfunktionales Verhalten übergehen, wenn Betroffene die Kontrolle über ihr Trainingsverhalten verlieren. Diese „Exercise Addiction“ wird als nicht substanzgebundene Verhaltenssucht eingeordnet – sie kommt aber wegen konzeptioneller und methodischer Herausforderungen laut den Forschenden bislang nicht in den großen diagnostischen Klassifikationssystemen vor.
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