Flexibles robotisches Endoskopsystem an der HNO in Ulm
Ulm – Ein flexibles robotisches Endoskopsystem nutzen Ärzte der Ulmer Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO). Bisher standen in diesem Bereich nur starre Endoskope zur Verfügung, welche die Ärzte zum Operieren tief in den Rachenraum einführten. Die Anatomie vieler Patienten ließ aber diesen starren Zugang nicht zu, so dass bei ihnen eine schonend minimal-invasive Operation nicht möglich war. „Das neuartige Endoskop besteht aus einem flexiblen Hightechrohr, an dessen Ende sich LED-Leuchten und eine HD- Kamera befinden“ erläutert Thomas Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Ulmer HNO-Universitätsklinik.
„Mit Hilfe dieser Kontrolleinheit können wir die Operations-Endoskopieeinheit den körperlichen Biegungen folgend in den Rachenraum einführen“, so Hoffmann. Dabei gehe es vor allem um die Entfernung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich. „Unsere OP-Instrumente sind ebenfalls flexibel. Wir führen sie durch zwei biegsame Arbeitskanäle, die an dem flexiblen Endoskop befestigt sind, zur Operationsstelle und steuern sie mechanisch“, erklärt der Geschäftsführende Oberarzt Marc Scheithauer das Vorgehen.
„Unser Ziel ist zum einen, die Operations-Endoskopieeinheit selbst noch weiter zu entwickeln, beispielsweise indem wir die Auswahl an Instrumenten für den Operateur noch erweitern. In einem weiteren Schritt möchten wir dann auch überprüfen, ob die OP-Ergebnisse sich von denen mit der starren Standardtechnik unterscheiden“, erläutert Hoffmann.
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