Hochschulen

Flexibles robotisches Endoskopsystem an der HNO in Ulm

  • Dienstag, 4. November 2014

Ulm – Ein flexibles robotisches Endoskopsystem nutzen Ärzte der Ulmer Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO). Bisher standen in diesem Bereich nur starre Endoskope zur Verfügung, welche die Ärzte zum Operieren tief in den Rachen­raum einführten. Die Anatomie vieler Patienten ließ aber diesen starren Zugang nicht zu, so dass bei ihnen eine schonend minimal-invasive Operation nicht möglich war. „Das neuartige Endoskop besteht aus einem flexiblen Hightechrohr, an dessen Ende sich LED-Leuchten und eine HD- Kamera befinden“ erläutert Thomas Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Ulmer HNO-Universitätsklinik.

„Mit Hilfe dieser Kontrolleinheit können wir die Operations-Endoskopieeinheit den körperlichen Biegungen folgend in den Rachenraum einführen“, so Hoffmann. Dabei gehe es vor allem um die Entfernung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich. „Unsere OP-Instrumente sind ebenfalls flexibel. Wir führen sie durch zwei biegsame Arbeits­kanäle, die an dem flexiblen Endoskop befestigt sind, zur Operationsstelle und steuern sie mechanisch“, erklärt der Geschäftsführende Oberarzt Marc Scheithauer das Vorgehen.

„Unser Ziel ist zum einen, die Operations-Endoskopieeinheit selbst noch weiter zu entwickeln, beispielsweise indem wir die Auswahl an Instrumenten für den Operateur noch erweitern. In einem weiteren Schritt möchten wir dann auch überprüfen, ob die OP-Ergebnisse sich von denen mit der starren Standardtechnik unterscheiden“, erläutert Hoffmann.

hil

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