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Forschungsverbund untersucht Entzündungsprozesse an Gefäßinnenwänden

  • Dienstag, 24. März 2026
/Gorodenkoff, stock.adobe.com
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Bad Homburg/Dresden – Ein neuer Forschungsverbund der Universität des Saarlandes und der Technischen Universität (TU) Dresden untersucht entzündliche Prozesse an Gefäßinnenwänden, die mit dem Botenstoff Interleukin-1alpha in Zusammenhang stehen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird das Projekt „Erforschung und gezielte Nutzung der ‚Moonlighting‘-Funktionen von Interleukin-1alpha (IL-1alpha) zur Aktivitätsregulation“ über drei Jahre mit rund 500.000 Euro fördern.

IL-1alpha ist ein Botenstoff, der vor allem für die Steuerung von Entzündungsreaktionen im Körper verantwortlich ist. Die Innenwände von Blutgefäßen könnten für die Regulation des Botenstoffs besonders bedeutsam sein.

„An dieser endothelialen Glykokalyx, einer schützenden Schicht auf der Innenseite von Blutgefäßen, spielen Glykosaminoglykane eine entscheidende Rolle“, erklärt Sandra Rother, Juniorprofessorin für Molekulare Signalverarbeitung an der Universität des Saarlandes.

Erste Befunde deuteten darauf hin, dass diese Zuckerstrukturen die Wirkung von IL-1alpha gezielt modulieren würden und damit Zell-Zell-Interaktionen sowie entzündliche Prozesse beeinflussten.

Gemeinsam mit Emmanuel Ampofo, Professor für klinisch-experimentelle Chirurgie an der Universität des Saarlandes, sowie Teresa Pisabarro vom Biotechnologischen Zentrum der TU Dresden will die Wissenschaftlerin herausfinden, wie es den Glykosaminoglykanen an der endothelialen Glykokalyx gelingt, IL-1alpha zielgenau und in genau der richtigen Menge freizusetzen.

„Ziel ist es, besser zu verstehen, wie Entzündungsprozesse an der Gefäßwand reguliert werden und inwieweit sich diese Mechanismen künftig gezielt beeinflussen lassen, um Entzündungsreaktionen differenzierter zu steuern“, erläuterte Rother. Die Erkenntnisse könnten wichtige Grundlagen zum Beispiel für die Entwicklung neuer Therapien gegen entzündliche Krankheiten legen.  

hil

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