Politik

Frauen mit Mammo­graphie-Screening zufrieden

  • Montag, 18. Februar 2013
dapd
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Berlin – Die Frauen in Deutschland sind offenbar mit dem Mammographie-Screening zufrieden. Das zeigt eine Studie mit dem Titel „Inanspruchnahme des qualitäts­gesicherten Mammographie-Screenings“ der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. und der „Women's Health Coalition e.V. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte die Untersuchung gefördert. „Die Ergebnisse zeigen, dass organisierte Krebsfrüher­kennungsprogramme von den Menschen in Deutschland angenommen werden“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU).

Sie wies daraufhin, dass im Zuge des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes vergleichbare Programme für die Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses und des Darmkrebses eingeführt würden.

In der Studie bewerteten über 90 Prozent der Teilnehmerinnen das Screening positiv im Hinblick auf Aspekte wie Kompetenz, Hygiene, Termintreue und Freundlichkeit. Rund 94 Prozent der eingeladenen Teilnehmerinnen würden erneut am Screening teilnehmen. Fast 95 Prozent würden Freundinnen und Bekannten das Mammographie-Screening weiterempfehlen.

Teilnahmequote noch zu niedrig
Allerdings liegt die Teilnahmerate am Mammographie-Screening mit 56 Prozent unter dem empfohlenen europäischen Zielwert von 70 Prozent. Außerdem zeigten sich bei den befragten Frauen deutliche Wissenslücken rund um das Thema Brustkrebs, seine Risikofaktoren sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Mammographie-Screenings.

Die Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen hat das Mammographie-Screening in Deutschland – je nach Region – zwischen 2004 und 2009 eingeführt. Bundesweit werden 10,5 Millionen anspruchsberechtigte Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre in eine der 94 Screening-Einheiten eingeladen.

hil

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