G7: Wissenschaftsminister einigen sich auf gemeinsame Forschungsinfrastrukturen
Berlin – Aufbauend auf den Beschlüssen des G7-Gipfels der Staats- und Regierungschefs in Bayern im Juni haben die G7-Wissenschaftsminister heute auf gemeinsame Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsforschung, der Zukunft der Meere, der sauberen Energien sowie beim Aufbau und der Nutzung von internationalen Forschungsinfrastrukturen geeinigt. „Wissenschaft und Forschung haben in allen G7-Staaten einen hohen Stellenwert. Wir müssen unser Wissen und Können einbringen, um dort zu helfen, wo Menschheitsaufgaben zu lösen sind", erklärte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.
Konkret haben die Minister am Vormittag beschlossen, die Forschung der G7 auf den gesamten Kreis der vernachlässigten armutsbedingten Infektionskrankheiten auszuweiten anstatt sich nur auf Tropenkrankheiten zu konzentrieren. Im Fokus sollen besonders Malaria, HIV und Tuberkulose, aber auch weitere Krankheiten, wie Durchfallerkrankungen, die Schlafkrankheit oder das Dengue-Fieber stehen. „Vereinbart wurde, alle bereits laufenden Maßnahmen zu armutsbedingten Infektionskrankheiten zu erheben und ihre Forschungsförderung zu koordinieren“, berichtete Wanka. In einer Konferenz 2016 soll eine gemeinsame Forschungsinitiative beschlossen werden.
Erstmals gab es unter den G7-Wissenschaftsminister auch Konsens, dass ein gemeinsames Vorgehen zur Nutzung globaler Forschungsinfrastrukturen nötig ist. Diese sollen Forschern aus aller Welt offen stehen; der mit den Forschungsinfrastrukturen erworbene enorme Datenschatz der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft.
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