Politik

G7: Wissenschafts­minister einigen sich auf gemeinsame Forschungs­infrastrukturen

  • Freitag, 9. Oktober 2015

Berlin – Aufbauend auf den Beschlüssen des G7-Gipfels der Staats- und Regierungs­chefs in Bayern im Juni haben die G7-Wissenschaftsminister heute auf gemeinsame Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsforschung, der Zukunft der Meere, der sauberen Energien sowie beim Aufbau und der Nutzung von internationalen Forschungsinfra­strukturen geeinigt. „Wissenschaft und Forschung haben in allen G7-Staaten einen hohen Stellenwert. Wir müssen unser Wissen und Können einbringen, um dort zu helfen, wo Menschheitsaufgaben zu lösen sind", erklärte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Konkret haben die Minister am Vormittag beschlossen, die Forschung der G7 auf den gesamten Kreis der vernachlässigten armutsbedingten Infektionskrankheiten auszu­weiten anstatt sich nur auf Tropenkrankheiten zu konzentrieren. Im Fokus sollen besonders Malaria, HIV und Tuberkulose, aber auch weitere Krankheiten, wie Durch­fallerkrankungen, die Schlafkrankheit oder das Dengue-Fieber stehen. „Vereinbart wurde, alle bereits laufenden Maßnahmen zu armutsbedingten Infektionskrankheiten zu erheben und ihre Forschungsförderung zu koordinieren“, berichtete Wanka. In einer Konferenz 2016 soll eine gemeinsame Forschungsinitiative beschlossen werden.

Erstmals gab es unter den G7-Wissenschaftsminister auch Konsens, dass ein gemeinsames Vorgehen zur Nutzung globaler Forschungsinfrastrukturen nötig ist. Diese sollen Forschern aus aller Welt offen stehen; der mit den Forschungsinfrastrukturen erworbene enorme Datenschatz der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft.

ER

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung