Geriater fordern mehr altengerechte Alltagstechnologien

Berlin – Alltagstechnologien für hochbetagte Menschen der Generation 80 plus „zugänglicher, nützlicher und nutzbarer“ zu gestalten, fordern die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG). Den Fachgesellschaften geht es bei ihrem Appell um altengerechte Alltagstechnik – zum Beispiel um Kurznachrichten auf dem Smartphone, der Teilnahme an sozialen Netzwerken, der Suche nach Gesundheitsinfos im Internet oder der Onlineüberweisung von Rechnungen.
„Wer keinen Zugang zu Technologie hat oder nicht in der Lage ist, sie zu nutzen, wird es extrem schwer haben, sich in der heutigen technologieorientierten Welt zurechtzufinden und alltägliche Herausforderungen zu bewältigen“, warnte Sara Czaja, wissenschaftliche Direktorin des Center on Aging und Professorin für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an der Leonard Miller School of Medicine der Universität von Miami.
Die Expertin warnt vor einer zunehmenden digitalen Kluft. Speziell die älteren Jahrgänge und Senioren mit einem geringen sozio-ökonomischen Status blieben zurück. Es sei aber für ältere Menschen sehr wichtig, die rasant voranschreitenden technischen Entwicklungen nicht zu verpassen, um möglichst lange ein unabhängiges Leben führen zu können, so Czaja.
Auf neue Techniken in der Pflege hat unterdessen Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) hingewiesen. Sie bergen aus Sicht Wankas die Chance, dass Senioren länger selbstbestimmt leben können. „Die Forschung und Technologien können dabei unterstützen. Es muss aber noch vieles erprobt werden“, sagte die Ministerin bei einem Besuch des Wohlfahrtswerks für Baden-Württemberg in Stuttgart. Dort informierte sie sich über technische Neuerungen im Pflegebereich.
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