Vermischtes

Gesundheitsgefahr: Baumkrankheit breitet sich aus

  • Donnerstag, 18. April 2019
Ein von der Rußrindenkrankheit befallener Baum /dpa
Ein von der Rußrindenkrankheit befallener Baum /dpa

Würzburg/Freising – In Bayern breitet sich die Rußrindenkrankheit aus. Nach Unter­fran­ken sind laut Bayerischer Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) nun auch Mittelfranken und Oberfranken betroffen. Die Rußrindenkrankheit ist ein Pilz, der vor allem Ahornbäume befällt, besonders den Bergahorn. Bei Menschen kann die Baum­krankheit Entzündungen in der Lunge auslösen und zu Reizhusten, Fieber, Schüttelfrost und Atemnot führen.

In 23 bayerischen Gemeinden sei die Baumkrankheit aufgetaucht, sagte Ludwig Straßer von der LWF in Freising. „Der Schwerpunkt liegt auf der Fränkischen Platte um Würzburg, Schweinfurt, Karlstadt und Kitzingen“, erklärte Straßer. Aber auch im oberfränkischen Bamberg und im mittelfränkischen Uffenheim gebe es Funde. Es sei denkbar, dass sich der Pilz weiter ausbreite, vor allem in warmen Gegenden. „Möglicherweise schlummert die Krankheit noch irgendwo“, so Straßer.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Würzburg rät Spaziergängern, Verdachtsgebiete zu meiden. Hinweise auf betroffene Regionen erhielten Bürger in den Amtsblättern und auf den Internetseiten der Gemeinden. Bei Symptomen wie Atemnot und Fieber sollten Patienten den Arzt auf eventuelle Waldbesuche und Baumkontakte hinweisen.

Grund für die Ausbreitung ist das warme Klima. Ob dabei die Dürre oder die Wärme ent­scheidend ist, ist laut LWF noch unbekannt. Ohnehin sei die aus Amerika eingeschleppte Krankheit kaum erforscht. In Bayern ist sie 2018 zum ersten Mal aufgetaucht, in Deutsch­land im Jahr 2005. Auch das Entsorgen der betroffenen Bäume stellt ein Risiko dar. Die Pilzsporen könnten sich beim Zersägen weiter ausbreiten.

Der Name Rußrindenkrankheit rührt daher, dass die Sporen schwarz sind. Der Pilz wächst unter der Rinde bis jene aufreißt. Derzeit setzen auch Schädlinge wie Schwammspinner, Fichtenborkenkäfer und Eichenprozessionsspinner den Bäumen im Freistaat zu.

dpa

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