Vermischtes

Gesundheitstourismus für Ostsee-Kreuzfahrer

  • Dienstag, 28. Juni 2011
dpa
dpa

Rostock-Warnemünde – Kreuzfahrt­passagiere aus Übersee könnten ihren Seeurlaub auf der Ostsee künftig auch für einen Gesundheitscheck in Nord­deutschland nutzen.

Die beiden Länder Mecklen­burg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollen spezielle Pakete vor allem für amerikanische Touristen schnüren, wie der Vorsitzende des Kuratoriums Gesund­heitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, Horst Klinkmann, heute am Rande der Gesund­heits­branchen­konferenz in Rostock-Warnemünde sagte. Große Kreuzfahrtreedereien hätten bereits Interesse bekundet.

Mit diesem Projekt will sich Norddeutschland innerhalb der EU-Modellregion Gesundheit im Ostseeraum bewerben. Für einen Zeitraum von zehn Jahren stehen dafür Fördergelder in Höhe von 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Mecklenburg-Vorpommern koordiniert gemeinsam mit Litauen das sogenannte Flaggschiff-Projekt, an dem alle Ostseeanrainerstaaten beteiligt sind.

Gesundheitsangebote an Bord und an Land
Denkbar wären Gesundheitsangebote an Land, für die Passagiere vom Schiff absteigen, sagte Klinkmann. Das könnten Rehaprogramme oder kleinere medizinische Eingriffe sein. Aber auch Gesundheitsangebote direkt auf den Schiffen könnten künftig gemeinsam mit Ärzten aus dem Norden etabliert werden. „Die Krankenstationen sind technisch perfekt ausgestattet, genutzt werden sie aber kaum während der Reisen“, sagte Klinkmann.

Auch die Kreuzfahrtbranche müsse sich stärker dem Gesundheitstourismus öffnen. Allein durch den demografischen Wandel würden Passagiere älter, aber auch gesundheitsbewusster, sagte Klinkmann. Die Reedereien hätten bereits Zustimmung signalisiert, da auch ihre Kreuzfahrten durch Gesundheitsangebote aufgewertet werden.

Treffen von Projektpartnern in Rostock-Warnemünde
Parallel zur Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft findet noch morgen in Rostock-Warnemünde ein Treffen der Projektpartner der EU-Modellregion Gesundheit statt. Es werden die ersten Vorschläge aus den Ostseeanrainerstaaten erwartet, die sich für eine Förderung aus dem Topf von 1,2 Milliarden Euro bewerben.

dapd

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