GKV-Arzneimittelausgaben im ersten Halbjahr um 4,3 Prozent gestiegen

Frankfurt – Der Umsatz von Apotheken und Kliniken mit Arzneimitteln ist im ersten Halbjahr 2025 um knapp sechs Prozent auf 33,2 Milliarden Euro gestiegen – gleichzeitig sank die abgegebene Menge um 0,7 Prozent auf 50,2 Milliarden Zähleinheiten. Das geht aus einer neuen Auswertung des Statistikdienstleisters und Beratungsunternehmens IQVIA hervor.
Danach erhöhte sich der Umsatz im Apothekenmarkt im ersten Halbjahr um 5,8 Prozent auf 28,4 Milliarden Euro, bei einem leichten Absatzrückgang um 0,9 Prozent auf 843 Millionen Packungen.
Das Marktsegment der rezeptpflichtigen Präparate wuchs um 6,3 Prozent im Wert, während der Absatz leicht um 0,6 Prozent abnahm. Hier erreichte das Marktvolumen 25 Milliarden Euro.
Zweistellige Wachstumsraten zeigten die patentgeschützten Produkte, während Biosimilars ein Umsatzplus von 6,6 Prozent und einen Absatzanstieg von 17,5 Prozent erzielten. Bei rezeptfreien Arzneimitteln wurden 442,7 Millionen Packungen abgegeben (minus 1,2 Prozent), der Umsatz stieg jedoch leicht um zwei Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.
Im Klinikmarkt entfielen rund drei Milliarden Euro oder 62,6 Prozent des Gesamtumsatzes auf die zehn umsatzstärksten Arzneimittelgruppen. Besonders stark legten neurologische Wirkstoffe zu.
Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung beliefen sich im ersten Halbjahr auf 29,3 Milliarden Euro (+4,3 Prozent). Der Absatz ging um 1,3 Prozent auf 370,5 Millionen Packungen zurück. Das stärkste Umsatzwachstum erzielten GLP-1-Agonisten mit +72,3 Prozent, gefolgt von SGLT2-Hemmern (+16 Prozent) und zielgerichteten Krebstherapeutika (+13 Prozent).
Laut der Auswertung ist der Versandhandel mit rezeptfreien Präparaten im ersten Halbjahr gewachsen: Der Umsatz stieg um 4,1 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro, der Absatz um 1,6 Prozent auf 148 Millionen Packungen. Besonders gefragt waren Schmerzmittel, Präparate für den Verdauungstrakt sowie Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel.
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