Vermischtes

Großeinsatz wegen radioaktivem Material im Saarland

  • Dienstag, 4. August 2026
/picture alliance, Harald Tittel
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St. Ingbert – Polizei und Fachleute für gefährliche Stoffe sind an einem Großeinsatz im saarländischen St. Ingbert beteiligt. Es geht nach Angaben der Polizei um unsachgemäßen Umgang mit radioaktiven Mineralien, ersten Ermittlungen zufolge um in der Natur vorkommendes Gesteinsmaterial, das über eine natürliche Radioaktivität verfügt und mit weiteren Schwermetallen verunreinigt sein könnte.

Wo genau dies gefunden wurde, war zunächst nicht bekannt. Maßnahmen laufen laut Polizei gegen einen 24 Jahre alten Mann. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Sollten im Zuge der Maßnahmen weitergehende Schutzmaßnahmen erforderlich werden, würden betroffene Personen unmittelbar informiert, kündigte die Landespolizeidirektion des Saarlandes mit.

Der Einsatz läuft in einem Wohngebiet in St. Ingbert, eine Straße war deswegen komplett gesperrt, die Stadt St. Ingbert riet auf ihrer Internetseite, den Bereich weiträumig zu umfahren. Der Polizei zufolge wird geprüft, um welches Material es sich genau handelt und um welche Menge. Dann soll das weitere Vorgehen beraten werden. Eine Festnahme gab es einem Polizeisprecher zufolge bislang nicht.

In einer Polizeimitteilung hieß es, bei mechanischer Verarbeitung des Gesteinsmaterials könnten sowohl Schwermetalle als auch radioaktive Partikel freigesetzt werden. Dabei entstehende Stäube bergen laut Polizei bei direktem ungeschütztem Kontakt ein Gesundheitsrisiko. Weitergehende Angaben machte die Polizei zunächst aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht.

Besorgte Bürger können sich mit Fragen an das Umweltministerium in Saarbrücken wenden. An dem Einsatz beteiligt waren den Angaben zufolge auch Feuerwehren, für Strahlenschutz zuständige Behörden sowie sogenannte CBRN-Einheiten.

Das sind Spezialkräfte für Fälle, bei denen es um Gefahren wegen chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer Stoffe geht. Der Einsatz dürfte sich über eine längere Zeit hinziehen, sagte ein Polizeisprecher.

dpa

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