Ärzteschaft

Gynäkologen werben für regelmäßige Brustkrebsvorsorge

  • Dienstag, 22. Oktober 2024
/Jelena Stanojkovic, stock.adobe.com
/Jelena Stanojkovic, stock.adobe.com

München – Die jährliche Brustuntersuchung ab 30 Jahren ist ein wichtiger Bestandteil der gynäkologischen Krebsfrüherkennung. Darauf hat der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) erneut hingewiesen.

„Eine frühzeitige Erkennung von Brustkrebs kann die Heilungschancen deutlich verbessern, bei früher Diag­nose ist diese häufige Krebserkrankung in der Regel sehr gut heilbar“, sagte BVF-Präsident Klaus Doubek.

Zudem empfahl der Verbandschef Frauen, ihre Brust regelmäßig ihre Brust selbst auf Veränderungen bezieh­ungs­weise Knoten zu untersuchen.

Form- oder Größenveränderungen der Brust, Orangenhaut, Schmerzen oder Schwellungen sowie Absonde­rungen einer klaren oder blutigen Flüssigkeit könnten auf eine abklä­rungsbedürftige Neubildung hinweisen.

Dabei sollten Frauen vor der Menopause ihre Brust im Idealfall drei bis sieben Tage nach dem Einsetzen der Regelblutung kontrollieren. Zu diesem Zeitpunkt des Zyklus ist das Drüsengewebe am geringsten hormonell beeinflusst und weicher als sonst.

Frauen nach der Menopause sollten die monatliche Selbstkontrolle dagegen möglichst immer am gleichen Tag durchführen. „Es ist wichtig, ein Gefühl für die eigene Brust zu entwickeln und Veränderungen frühzeitig zu bemerken. Die Selbstuntersuchung ersetzt jedoch nicht die ärztlichen Früherkennungsuntersuchungen“, so BVF-Präsident Doubek.

Ab dem Alter von 50 Jahren können Frauen ergänzend alle zwei Jahre am Mammografiescreening zur Früher­kennung von Brustkrebs teilnehmen. Seit 1. Juli 2024 ist eine Teilnahme bis zum Alter von 75 Jahren möglich.

hil/sb

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung