Hacker attackieren Dialysekonzern Fresenius Medical Care

Bad Homburg – Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) aus Bad Homburg ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Das Unternehmen untersuche derzeit „einen Cybersicherheitsvorfall, bei dem es zu einem unbefugten Zugriff auf eine begrenzte Anzahl interner Systeme gekommen ist“, teilte der DAX-Konzern mit. „Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf Medizinprodukte, die Patientenversorgung, die Produktion oder auf den laufenden Geschäftsbetrieb.“
Man habe umgehend Maßnahmen ergriffen, um die Situation einzudämmen und zu beheben. Zudem habe das Unternehmen führende Cybersicherheitsexperten hinzugezogen und die zuständigen Strafverfolgungsbehörden informiert. Der Schutz von Systemen und Privatsphäre habe höchste Priorität. Angaben zu weiteren Details, etwa zur Höhe des Schadens oder ob Daten abgegriffen wurden, machte der Konzern nicht.
Unternehmen in Deutschland werden immer wieder von Cyberangriffen getroffen. So stahlen Unbekannte im Sommer Daten von Kunden des Lidl-Onlineshops. Die Deutsche Bahn war im Februar einem großangelegten Cyberangriff ausgesetzt – mit Folgen für die Buchungs- und Auskunftssysteme des Konzerns.
Nach einer Befragung des Digitalverbands Bitkom unter rund 1.000 Unternehmen waren 96 Prozent der befragten Firmen binnen eines Jahres von Diebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen oder vermuten entsprechende Vorfälle. Der jährliche Gesamtschaden für die deutsche Wirtschaft durch Datendiebstahl, Industriespionage und Sabotage liegt demnach mindestens bei 211 Milliarden Euro.
Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen
Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.
Jetzt bei Google bevorzugenDiskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: