Hamburger Senat soll Gesundheitsleitfaden für Kitas erarbeiten
Hamburg – Ein neuer Gesundheitsleitfaden für Kitas soll Eltern und Kinderärzte in Hamburg entlasten. Mit der Erarbeitung des Papiers hat die Bürgerschaft den Senat gestern beauftragt. Derzeit werde in den Kindertagesstätten unterschiedlich mit Krankheiten umgegangen, sagte die familienpolitische Sprecherin der Grünen, Anna Gallina, deren Fraktion den Antrag gemeinsam mit der SPD eingebracht hatte.
Dies gelte auch für die Zeit, die erkrankte Kinder nicht in die Kita kommen dürften. Zudem werde in einigen Häusern eine Gesundschreibung verlangt, was wiederum für volle Wartezimmer bei den Kinderärzten und zusätzlichen Aufwand für die Eltern sorge.
„Bis zu zwölf Infekte sind bei kleinen Kindern völlig normal“, sagte Gallina. Das gebe einen Anhaltspunkt, wie oft sich Familien mit kleinen Kinder dann beim Kinderarzt wiederfänden. Ihre SPD-Kollegin Hildegard Jürgens verwies auf die steigende Zahl der zu betreuenden Kinder. Einheitliche Regelungen seien für alle Seiten wichtig.
Die CDU-Opposition lehnte den Antrag als zu unkonkret ab. So würden darin beispielsweise Melde- oder Impfpflichten noch nicht einmal angesprochen, sagte der Familienexperte der Fraktion, Philipp Heissner. „Es ist die totale Katze im Sack“, sagte er. Die von seiner Fraktion beantragte Überweisung in den Ausschuss erhielt keine Mehrheit.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: