Hämophilie A: Weiterer bispezifischer Antikörper kann Blutungen vorbeugen

Mailand – Wöchentliche oder monatliche subkutane Injektionen des bispezifischen Antikörpers Mim8, der die Gerinnungsfaktoren IXa und X verbindet und damit die Funktion des fehlenden Faktors VIII nachahmt, haben in einer Phase-3-Studie bei Personen mit Hämophilie A die Zahl der behandlungsbedürftigen Blutungen deutlich gesenkt (NEJM 2026; DOI: 10.1056/NEJMoa2517384). Der Hersteller hat aufgrund der Ergebnisse eine Zulassung von Mim8 als Denecimig in den USA und in Europa beantragt.
Mim8 wäre nach Emicizumab der zweite bispezifische Antikörper zur Routineprophylaxe von Blutungsereignissen bei Personen mit Hämophilie A. Die Vorteile dieser Faktor-VIII-Mimetika bestehen in der subkutanen Anwendung. Faktor VIII-Konzentrate müssen dagegen intravenös verabreicht werden. Zudem bleibt die Wirksamkeit auch bei Patienten und Patientinnen erhalten, die Autoantikörper gegen Faktor VIII gebildet haben.
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