Hartmannbund kritisiert Verzögerungen bei der Approbationsordnung
Berlin – Verzögerungen bei der Umsetzung der neuen Approbationsordnung haben die Medizinstudierenden im Hartmannbund (HB) kritisiert. „Wir mussten erfahren, dass es noch immer keine Übergangsregelung bei der Einführung der Pflichtfamulatur in der hausärztlichen Versorgung gibt“, sagte gestern der Vorsitzende des Ausschusses der Medizinstudierenden im HB, Kristian Otte.
Es sei „unglaublich“, dass auch drei Monate nach der Verabschiedung im Bundesrat noch immer nicht klar sei, wie die neue Pflichtfamulatur in den Ausbildungsablauf integriert werden solle. Vor allem für die Studierenden, die zum Ende der aktuell laufenden Semesterferien noch nicht ihre vier Famulaturen abgeschlossen hätten, sei dies schwer nachvollziehbar.
Diesen Studierenden werde vonseiten des Bundesgesundheitsministeriums empfohlen, in den kommenden Semesterferien eine Famulatur in der hausärztlichen Versorgung einzuplanen, obwohl nicht klar sei, ob dies bis dahin überhaupt notwendig sei. „Wir können nur eindringlich an die Politik appellieren, hier schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen und klare Regeln aufzustellen“, forderte Otte.
Eine rasche Umsetzung mahnte er auch bei der bundesweiten Mobilität während des praktischen Jahres an. Geplant ist, dass die Universitäten ab April 2013 ihren Studierenden die Möglichkeit einräumen, ihr praktisches Jahr auch in anderen Universitätskrankenhäusern und deren Lehrkrankenhäusern durchzuführen.
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