Hausärzte wollen Erhalt der Strukturen bei hausarztzentrierter Versorgung
Berlin – Der Deutsche Hausärzteverband (HÄV) hat die Barmer GEK für ihren Vorschlag zur Neuregelung der hausarztzentrierten Versorgung kritisiert. Presseberichten zufolge hatte der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Christoph Straub, gefordert, die hausarztzentrierte Versorgung wieder kollektivvertraglich zu regeln. Laut Straub schließe das aber nicht aus, dass Krankenkassen zusätzlich Selektivverträge mit Hausärzten für besondere Versorgungsleistungen vereinbaren könnten, so Straub.
Dazu erklärte der HÄV-Vorsitzende Ulrich Weigeldt: „Diese Überlegungen würden die über Jahre gegen Widerstände aus dem Altsystem erkämpfte Umsetzung einer hausarztzentrierten Versorgung völlig konterkarieren und negativ in mittlerweile etablierte und funktionierende Strukturen in der ambulanten Versorgung eingreifen.“
Eine solche Veränderung träfe zudem die an der hausarztzentrierten Versorgung beteiligten Ärzte und Patienten gleichermaßen. „Wir hätten es dann mit einem Rückschritt ins letzte Versorgungsjahrhundert und anschließendem Stillstand zu tun, der auf dem Sektor der Grundversorgung keinerlei Veränderung zur Überwindung der Probleme im Gesundheitswesen zuließe“, so Weigeldt.
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