Herrmann bleibt Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein

Bad Segeberg – Henrik Herrmann bleibt Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Der Facharzt für Innere Medizin ist gestern Abend von der Kammerversammlung wiedergewählt worden. Im Amt bestätigt wurde auch Vizepräsidentin Gisa Andresen, Leitende Oberärztin Anästhesie am Diako Krankenhaus Flensburg. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. Gegenkandidaten gab es keine.
Herrmann kündigte an, sich in der neuen Amtsperiode für die strukturelle Weiterentwicklung der Weiterbildungsordnung einzusetzen. „Wir benötigen weniger Inhalte, kürzere Weiterbildungszeiten und eine Abbildung der Komplexität und Spezialisierung in das lebenslange Lernen außerhalb unserer Weiterbildungssystematik, flankiert durch neue Lerndidaktiken und systematischer Feedbackkultur“, sagte er. Dafür müssten auch die entsprechenden finanziellen Mittel bereit gestellt werden.
Gisa Andresen kündigte für ihre Amtszeit an, weiterhin mit allen in Schleswig-Holstein an der Versorgung Beteiligten im Gespräch bleiben zu wollen. „Wir haben mit der Approbation die Verantwortung übertragen bekommen, Menschen zu helfen. Mit der Selbstverwaltung haben wir das Privileg, über Angelegenheiten der Ärzteschaft selbst entscheiden zu dürfen“, betonte sie.
Daher müsse man den „berufs- und gesundheitspolitischen Einfluss als Ärztekammer noch mehr als bisher geltend machen“. „Krankenhausreform, Digitalisierung, die Verzahnung von ambulanter und stationärer Patientenversorgung, Klimaschutz – das alles sind Themen, in die wir uns mit unserem medizinisch-fachlichen Sachverstand noch mehr einbringen müssen, um gute Rahmenbedingungen gerade auch für die nachwachsende Ärztegeneration zu schaffen“, betonte Andresen.
Ein Novum bildet die Zusammensetzung der weiteren Vorstandsmitglieder: Erstmals sind die fünf Positionen ausschließlich mit Ärztinnen besetzt. Damit steigt der Anteil der weiblichen Mitglieder des Vorstands der Ärztekammer Schleswig-Holstein von drei auf sechs und damit auf 85 Prozent.
Insgesamt besteht der siebenköpfige Vorstand somit aus sechs Ärztinnen und einem Arzt. Die 70-köpfige Kammerversammlung, die den Vorstand wählt, setzt sich aus 32 Ärztinnen und 38 Ärzten zusammen.
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