Hessen führt Fehlermeldesystem für Rettungsdienst ein

Frankfurt am Main – Hessen führt nach einer Pilotphase ein landesweites Fehlermeldesystem (Critical Incident Reporting System, CIRS) für den Rettungsdienst ein. Darin können alle Beteiligten des hessischen Rettungsdienstes anonym und sanktionsfrei kritische Ereignisse oder Beinaheschäden melden, die im Rahmen rettungsdienstlicher Einsätze auftreten.
„Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Patientinnen und Patienten und des Rettungsdienstpersonals. Nach erfolgreicher Pilotphase wird die Onlineplattform nun für ganz Hessen ausgerollt“, sagte die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU).
Hessen ist nach Bayern das zweite Land, das ein solches landesweites CIRS für den Rettungsdienst einführt. Nach Eingabe einer Fallmeldung im System wird die Beschreibung des kritischen Ereignisses oder des Beinaheschadens durch einen externen Dienstleister anonymisiert und anschließend an ein Expertenteam zur Analyse und Auswertung weitergeleitet.
Dieses setzt sich aus Vertretern der Ärztlichen Leitungen Rettungsdienst, der Träger des Rettungsdiensts, der Zentralen Leitstellen, der Leistungserbringer im Rettungsdienst und der Krankenhäuser zusammen. Am Ende steht eine anonyme Fallbeschreibung mit entsprechender Analyse sowie Verbesserungsvorschlägen auf dem CIRS-Portal öffentlich zur Verfügung.
Das Pilotprojekt wurde zunächst in den beteiligten Rettungsdienstbereichen Darmstadt, Darmstadt-Dieburg, Frankfurt, Groß-Gerau, Lahn-Dill-Kreis sowie in der Luftrettung umgesetzt. Das landesweite System richtet sich an alle Einsatzkräfte sowie Mitarbeiter des Rettungsdiensts, der Zentralen Leitstellen, der Notaufnahmen beziehungsweise Krankenhäuser, der Behörden und Verbände und an alle, die sich für den Rettungsdienst interessieren.
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